Niemand hat mir auf den Kopf gemacht

Ich schreibe jetzt mal nicht, haha und dann habe ich die Bratpfanne gar nicht mehr gefunden und als ich mich aufraffte trat ich auf einen Papp-Drachen vom Spiel Andor, sondern stelle dar, was ich alles weiß. Oh da fällt mir Mundstuhl ein und „der Abiturient, was er nicht alles weiß eididei.“ Mundstuhl

Ich habe ja bereits für die Menduse eine Lanze gebrochen. Warum bricht man eigentlich für jemanden eine Lanze? Gibt man dem dann ein Teil davon? Damit der einen Stock hat und man selbst eine kürzere Lanze? Jedenfalls habe ich jetzt vor, mit der Menduse an der Hand zu Odysseus zu kommen, mit dem die Dialektik der Aufklärung zu besuchen und  bei Maxims „Meine Soldaten“ zu landen.

Odysseus schlug sich, ganz wie der Ex-Prokrastinier es tun könnte, mit der Faust auf die Brust. Als Zeichen, dass jeder Sieg gegen die Ungetüme auch ein Sieg gegen sich selbst war. Odysseus kämpfte nämlich vor allem gegen mythische Kreaturen, die stärker oder mächtiger waren als er. Zum Beispiel Polyphem, den Zyklopen. Der fraß vor den Augen von Odysseus einige seiner Kameraden. Herkules oder Captian America hätten den Zyklopen dann umgehauen. Odysseus wusste aber, dass er das nicht kann. Also machte er, während seine Kameraden verspeist wurden, einen Plan. Das ist der Moment, wo er sich für „the greater good“ selbst besiegen muss, da er den Drang, sofort einzugreifen, niederkämpft. Der Realo wird erfunden. Er besiegt Polyphem dann ein bisschen und gibt dem auf Nachfrage die Auskunft, sein Name sei „Niemand“. Nachdem er einen Teil von sich selbst besiegt hat, ist der Teil auch weg und er ist ein bisschen weniger Odysseus und ein bisschen mehr niemand. Außerdem sagt Polyohem zu seinem Zyklopenkollegium dann „Niemand hat mich geblendet“ und sie so: „Na, dann ist ja gut.“ Später will Odysseus wieder seinen richtigen Namen führen, das gibt aber Probleme, wie ihr oben seht. Genau auf diesen Sieg gegen seine unmittelbaren Gefühle stürzen sich Adorno und Horkheimer und beschreiben, wie der Mensch degeneriert, während er sich der „instrumentellen Vernunft“ bedient. Man beginnt dann, andere Menschen als Mittel zum Zweck anzusehen. Und man macht so „kleinere-Übel-Rechnungen auf wie: „Wenn ich fünf Menschen töte, rette ich Hundert, also töte ich sie.“ Rechnerisch ist das vielleicht richtig. Aber irgendwie unmenschlich. Wenn der Mythos abhanden kommt, regiert der Logos, also die „instrumentelle Vernunft“.  Aufklärung ist schon gut. Man stirbt nicht mehr an Malaria oder so. Man infiziert aber vielleicht andere Menschen mit Malaria, um zu sehen, wie das so läuft (Mengele zum Beispiel). Weil man es kann. Diese Idee habe ich jetzt wiederentdeckt, und zwar bei Maxims Meine Soldaten

Er kämpft gegen sich, ähnlich wie Odysseus. Und man ahnt schon, dass ein Sieg ihn auch nicht rundum glücklich werden lässt: „Bis es geknebelt ist, gebrochen und weggesperrt – mir endlich gehorcht, mein armes Herz.“ Er leidet offenbar auch unter einem Wesen, das seine Kameraden frisst. Oder ihn eher. Liebe ist ja auch so ein Mythos. Also äh, schon existent, aber nicht allzu logisch. „Ein Soldat vergisst alles, im Falle des Falles auch den eigenen Namen.“ (!). Im übrigen mag ich Frederik Lau sehr, weil er immer so schön verknautscht ist. Und das Lied hat mir mal dabei geholfen, das Sportabzeichen zu machen.

Kurzusammenfassung: Wenn man sich selbst eine reinhaut, tut das auch weh. Dann lieber auf der Couch liegen.

Comic von: https://www.shmoop.com/odyssey/odysseus.html

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Ein Kommentar zu „Niemand hat mir auf den Kopf gemacht

  1. #Lanze brechen. Warst Du denn noch nie auf `nem Turnier? Man verteidigt die Ehre, indem man andere zum Zwecke des Lanzenbrechens vom Pferd haut.
    Ich muss gestehen, dass ich mich dabei ertappt habe, dass ich Dir nichts Gutes wünsche. Leid ist literarisiert einfach sehr viel unterhaltsamer. So Gute-Laune-Ich-habs-raus-Blogs sind ja gar nichts für mich …

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